Bündnis gegen Antizionismus
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32756 Detmold
Presseerklärung
Montag, 6. Mai 2002
Anlässlich eines Vortrags über Ursachen und Perspektiven des Nahost-Konflikts in der Ravensberger Spinnerei machte der stellvertretende Direktor der Volkshochschule, Herr Schulz, von seinem Hausrecht Gebrauch und untersagte dem Bündnis gegen Antizionismus, das sich für die Solidarität mit Israel und gegen das Wiederaufflammen des Antisemitismus gerade im Hinblick auf den Nahost-Konflikt engagiert, das Aufstellen eines Infotisches. Schulz begründete das Verbot damit, dass die Veranstalter des Vortrags das Aufstellen eines solchen Infotisches nicht wünschten. Das habe eine telefonische Rücksprache mit Eberhard Hahn vom Sozialpfarramt, der den Vortrag moderieren sollte, ergeben. Zuvor hatte der für die Vergabe der Räume zuständige Mitarbeiter der VHS keine Zusage für das Aufstellen des Infotischs geben wollen, weil ihm die Sache zu heiß erschien, und die pro-israelische Gruppe stattdessen an den stellvertretenden Direktor verwiesen.
Als Referentin hatten die Veranstalter des Vortrags im Murnausaal, das Bielefelder Friedensnetzwerk, das Sozialpfarramt der Evangelischen Kirche und die Solidarische Kirche im Welthaus, Prof. Dr. Viktoria Waltz von der Fakultät für Raumplanung an der Universität Dortmund (von 1997 bis 2000 Regierungsberaterin des palästinensischen Wohnungsbauministeriums in Gaza und Ramallah) eingeladen. Waltz' Darstellung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern ist von radikalem Antizionismus geprägt; palästinensische Selbstmordattentate gegen Israel versucht Waltz mit antisemitischen Argumenten zu rechtfertigen. So wird in ihren historischen Analysen des Nahost-Konflikts, den sie auf die Ursprünge des Zionismus Ende des 19. Jahrhunderts zurückführt, der Holocaust mit keinem Wort erwähnt und stattdessen die Judaisierung der Drei-Buch-Religionen-Stadt Jerusalem (die sie als palästinensische Hauptstadt bezeichnet) für das Elend der Palästinenser verantwortlich gemacht.
Bündnis gegen Antizionismus